
(Eine großartige Truppe - die Schauspieler*innen des Jugendtheater Giggenhausen, hier mit Co-Regisseurin und Organisatorin Irmi Hierhager (2. v.l.))
Monate intensiver Proben, selbst entworfene Kostüme, eigens im Tonstudio produzierte Musik und ein junges Ensemble, das über sich hinausgewachsen ist: Die (erstmalige) Jugendtheater-Produktion von „Der gestiefelte Kater“ war ein voller Erfolg. Ein Blick hinter die Kulissen einer außergewöhnlichen Produktion.
Eine Vision im Winter: Die Geburt des Projekts
Alles begann an einem kalten Tag im Februar mit einer klaren Idee: Ein modernes, farbenfrohes Jugendtheaterstück sollte auf die Beine gestellt werden. Als Vorlage diente der Märchenklassiker „Der gestiefelte Kater“ – verfeinert mit kreativen Elementen, stimmungsvoller Musik sowie bunten, ausdrucksstarken Kostümen. Nach einer kurzen Bedenkzeit stand fest: „Das machen wir!“
Von diesem Moment an lag die gesamte Organisation in den Händen unseres Regie-Duos Irmi (Hierhager) & Walter (Thumann). Ein echter Kraftakt nahm seinen Lauf, denn von der ersten Konzeption bis zur Premierenfeier entwickelte sich die Produktion zu einer hochgradig engagierten Teamarbeit.
Handarbeit & Detailverliebtheit hinter den Kulissen
Ein gelungenes Theaterstück lebt nicht nur von Worten auf der Bühne, sondern vor allem von visueller und akustischer Magie. In zahllosen Stunden wurden Kostüme zusammengestellt, Bühnenbilder entworfen (mit Christian Fiedler) und die Videotechnik (mit Rafael und Ludwig Krauss) abgestimmt.

Während Irmi fast im Alleingang den Kontakt zu den Eltern hielt, die Probentermine koordinierte und die Nachwuchsschauspieler betreute, kümmerte sich Walter um ein ganz besonderes Highlight: die Musik. Den Anfang- und Schlusssong sowie zwei Songs in der Mitte des Stücks mit eigens verfasstem Text – wurden von Walter selbst komponiert und vorab exklusiv im Tonstudio aufgenommen. Ein Teil der Stücke wurden live mit Klavier, Gitarre und kleinem Chor vorgetragen.
Vom ersten Schritt auf der Bühne zum zusammengeschweißten Ensemble

Für die jungen Darstellerinnen und Darsteller im Alter zwischen 11 und 15 Jahren war das Projekt eine echte Premiere: Niemand von ihnen hatte zuvor auf einer Theaterbühne gestanden. Wie bewegt man sich richtig? Wie wirkt die Körpersprache? Das alles musste Schritt für Schritt erarbeitet werden – und das bei hochsommerlichen Temperaturen während der intensiven Probenphase von Mai bis Juli.
Doch der Fleiß zahlte sich aus:
- Echter Teamgeist: Über die Wochen hinweg wuchsen die Jugendlichen zu einer fantastischen Truppe zusammen.
- Leidenschaft pur: Stellvertretend für die großartige Leistung aller sei die herausragende Hingabe einzelner Rollen erwähnt – wie etwa von Ida, die sprichwörtlich mit dem Textbuch schlief und mit ihrem Einsatz das gesamte Team mitriss.
- Begeisterung bis zur letzten Minute: Am Ende gaben alle ihr Bestes – und die anfängliche Aufregung wich purer Spielfreude.
„Ist es wirklich schon vorbei?“
Der Aufwand von Mai bis Juli war riesig und glich einem echten Vollzeitjob. Doch das strahlende Lächeln der Kinder, der begeisterte Applaus des Publikums und die Wehmut am Ende – „Schade, dass es schon vorbei ist!“ – haben jeden Schweißtropfen wettgemacht.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen engagierten Eltern, den Helfern hinter den Kulissen und allen voran unserem großartigen Nachwuchs-Ensemble. Mit so viel Begeisterung und der passenden Unterstützung blicken wir voller Vorfreude auf die nächsten Projekte unseres Jugendtheaters!
Auch das Neufahrner Echo berichtet in der Juli-Ausgabe über unser Jugendtheater: Neufahrner Echo, Juli 2026
Fotos: Stefan Fackler
